Mein Auslandssemester in Kanada

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KANADAAAA – rauhes wildes Land …Wohoo, mein Trip beginnt!

Eine Woche nachdem ich meine Bachelorarbeit abgegeben habe, meine letzte Klausur geschrieben habe ging es los. Ja in dieser Woche musste ich noch so einiges regeln und vieles war echt stressig … auch musste ich mich um unsere liebe Hündin Donna kümmern (Mama und Papa im Urlaub, Toni in Hannover…), den Haushalt schmeißen.
Aaaber, es hat alles gut geklappt. Sonntagabend, den 17.08.2009 haben mich Jan und Senta dann abgeholt und mit zum Flughafen nach Düsseldorf genommen. An dieser Stellen noch einmal vielen lieben dank euch beiden!! Und dann saß ich auch schon im Flieger und alles ging ganz schnell, der Stress der letzten Tage war vorüber und mein neues Abenteuer begann.


Nun ein paar Facts über Kanada:
Das Land erstreckt sich über einen halben Kontinent;
die Hauptstadt ist Ottawa;
Staatsform: Parlamentarische Monarchie;
Amtssprache sind Englisch und Französisch;
die Einwohnerzahl beträgt 33 Millionen;
die Bevölkerungsdichte Kanadas ist eine der geringsten weltweit: 3,2 / qkm (zum Vergleich: England hat 244 / qkm); durchschnittliches Familieneinkommen liegt bei CN$ 67,600; Arbeitslosenrate beträgt 6%;
es gibt 6 Zeitzonen: -4,5 bis -9;
es gibt 10 Provinzen und 3 Territorien; unterschiedlichste Klimazonen: Von den maritimen Provinzen am Atlantik bis zur pazifischen Küste in British Columbia sind es etliche tausend Kilometer;
Metropolen wie Toronto und Vancouver oder alpine Hochgebirge mit Indianerreservaten und Eskimosiedlungen nördlich des Polarkreises;
Kanada bietet einfach alles!! Ich liebe es!!

(Beautiful) British Columbia,
3. größte Provinz Kanadas und größer als alle US Staaten (Alaska ausgenommen), mehr als vier mal größer als England. Hauptstadt ist Victoria auf Vancouver Island (nicht Vancouver!).


Montag, 18.08.2009 bis Donnerstag, 20.08.2009
Vancouver: Sightseeing und sowas.
Nach einem langen Flug von Düsseldorf über London sind Andre (ebenfalls exchange student an der Memorial University hier in St. Johns) und ich in Vancouver gelandet.

Vancouver ist West Kanadas größte Stadt und 2010 finden hier die Olympischen Winterspiele statt. Sie liegt am Pazifischen Ozean und es ist kein weiter Weg in die Berge, z. B. zum beliebten Skigebiet in Whistler (120 km nördlich von Vancouver).
Vancouver als Stadt bietet sowohl den Outdooranhängern einiges, ermöglicht aber auch reichlich städtische Erkundung.
Meine Buzzwords: super schöne Stadt, abwechslungsreiche und verschiedene Ecken, tolles Wetter und mildes Klima, vielfältig…

Verkehrssystem: Das Bussystem ist ganz gut ausgebaut in Vancouver, obwohl Vancouvers meisten Attraktionen sich in gehbarer Entfernung befinden. Sehr praktisch sind die Fahrradständer, die vor dem Bus angebracht sind. Das gibt ein tolles Bild! Hier können mit ein paar einfachen Handgriffen die Bikes drauf gestellt werden und nehmen so keinen Platz im Bus weg. Ebenfalls werden die meisten Busse durch ein weit abgedecktes Netz von Oberleitungen elektronisch betrieben. Sieht lustig aus.

Downtown
Luxuriöse Apartments; business towers; die vielen Geschäfte in der Shoppingpromenade, der Robson St..; Z.Zt. viele Baustellen aufgrund der Olympischen Spiele 2010.

Stanley Park
Direkt an Downtown grenzt dieser wunderschöne und beliebte Stadtpark.
Wir sind lange um den Park gelaufen (ca. 10km) – der Weg führt immer direkt am Wasser entlang. Aber auch bieten viele Abzweigungen Möglichkeit den Trails durch die Wälder, mit den großen Bäumen, zu folgen. Der Blick richtet sich auf Downtown Vancouver, die Wasserflugzeuge oder die Lions Gate Bridge welche nach North Vancouver führt, ebenfalls ging es am Beach entlang.

Waterfront & Gastown
Waterfront. Hier befindet sich die Touristeninformation. Ebenfalls liegt hier ein tolles Kongresszentrum und die Waterfront bietet einen schönen Anlegeplatz für die großen Kreuzfahrtschiffe.
Angenehmes und gemütliches Straßentreiben, Straßenmusiker vor den Cafés und Restaurants. Ebenfalls anzuschauen ist die berühmte steam clock (=Dampfuhr), die heutzutage allerdings elektrisch betrieben wird.
Gastown ist Vancouvers historischster Teil. Seid 1970 wird es langsam erneuert.

Auch Chinatown, ist wie in jeder großen Stadt, einen Besuch wert!


Nach den ersten zwei Nächsten in Vancouver haben wir das Hostel gewechselt. Unser Erstes befand sich in der Mainstreet, unterhalb der Hastings Street.
Mit einem großen Koffer, dem großen Backpack, dem Tagesrucksack und Laptop (ahh, zuviel Gepäck!!!) ging es zum SameSun Hostel, welches sehr zentral und innerhalb des Granville Viertels liegt, geprägt durch ein pulsierendes Nachtleben.

Der östliche Teil von Downtown Vancouver gleicht einem Ghetto (Hastings St). Ganz Kanada bringt all die Obdachlosen aufgrund des, selbst im Winter, angenehmen Klimas in diesen Stadtteil. Drogen und Prostitution bestimmen hier den Alltag. Wirklich dünne klapprige Frauen, die sich kaum noch auf den Beinen halten können und sich dennoch noch versuchen zu schminken. Jeder macht sein eigenes Geschäft, versucht sich über Wasser zu halten.

Sehr interessant war es in den Tagen die Straßenarbeiten und -erneuerungen hinsichtlich der Olympischen Spiele 2010 zu beobachten. Es ist ein wirklich rasantes Voranschreiten. Innerhalb von etwas mehr als einer Woche machten sich für mich sehr große Veränderungen bemerkbar und Straßen werden fertig gestellt. Es wird sehr großer Aufwand betrieben, um ein schönes Stadtbild bieten zu können. Toll ist es all den Frauen bei den Straßenarbeiten zu zusehen. Sei es, dass sie mit ihrem pinken Helm und engen Hosen das Stop-Schild halten, um den Verkehr zu leiten, oder, dass sie Fugen/Löcher auf den Straßen schließen.

Was allerdings mit den armen Leuten aus dem Eastside area zu Zeiten der Olympischen Spiele 2010 geschehen wird .. darüber lässt dich nur spekulieren. Gerüchte kursieren, das Busse diese Leute ins Gefängnis bringen oder vielleicht doch nur ein erhöhtes Sicherheitspersonal aufgestellt wird, welches Tag und Nacht das betteln und Verhalten der Leute beobachtet und bei Bedarf eingreift.

Im SameSun waren Andre und ich in einem gemischten 4er dorm untergebracht. Auch im Verlauf auf meine weitere Reise wird immer wieder deutlich, dass reine Mädchen dorms nicht so stinken, sauberer sind und ordentlicher wirken .

Am nächsten Morgen aber schon wollte ich um 8 Uhr das Hostel verlassen und auf die 10tägige Tour durch die Rocky Mountains aufbrechen.

Doch vorher sind wir noch nach Granville Island gelaufen, der ehemaligen industriellen Halbinsel. Nachdem man zuerst die Brücke überquert hat, läuft man anschließend unter den eisernen Bögen her. Es ist toll dort am Wasser entlang zu laufen, in den Geschäften zu stöbern, den Artisten und Musikern zuzuschauen und zuzuhören, über den Public Market zu schlüren und die Leute beim flanieren zu beobachten. Hier hat es mir besonders gut gefallen!

18.9.09 19:33, kommentieren