Mein Auslandssemester in Kanada

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Broometime, die Westkueste Australiens

Tag 1 meiner Easyrider Tour: Am fruehen Morgen haben wir Perth verlassen... Unser erster Stop waren die "Pinnacles", eine von West Australiens einzigartigen Naturattraktionen. Es ist eine Wueste mit Kalksteinen u. -sauelen im Nambung National Park. Weiter ging es durch den Ort Dongara und Geraldton Richtung Kalbarri.
In Kalbarri sind wir dann am Abend angekommen. Es ist ein leerer und verlassend erscheindender Kuestenort. Durch den vielen Regen in der letzten Zeit stieg der Wasserstand des Murchison Rivers mehr als 6m an und wurde dazu durch die Abspuelungen verdreckt. Da der Fluss ins Meer fliesst, sah dieses dementsprechend einladend aus. Schrecklich waren die vielen Fliegen, gegen die man nur mit so einem huebschen Kopfnetz ankam. Kalbarri war mein erster Jump off Ort, wo ich 3 Naechte geblieben bin.

Am 2. Tag sind wir ueber eine lange und echt hueckelige Dirt Road in den Kalbarri National Park gefahren Ueber den "The Loop" walk sind wir zum Natures Window gelangt. Einem Loch im Felsen mit Blick auf Waelder u. den Fluss. Das Gebiet erstreckt sich so weit, unglaublich! Hier wurde ich dann auch von den vielen kleinen Sandflies geplagt. Autsch! Anschliessend ging es zum Z-Bend Gorge. Ein Walk, der durch die Schlucht fuehrt, mit vielen abwechslungsreichen Kletterabschnitten.
Ueber die 2. laengste gerade Strecke Australiens (147km) [Indian Pacific: Nullabour, ist die laengte!] sind wir zur "Shark Bay World Heritage Region" gefahren. Im Hamlin Pool haben wir uns die Stromatoliten angeschaut. Das sind die aeltesten lebenden Organismen der Welt und diese liegen dort in der Bucht als Klumpen etc. im Wasser. Die Nacht haben wir in Denham geschlafen, dem westlichsten Ort Australiens, der aufgrund des Perlenhafens errichtet wurde. Auch in diesem kleinen Ort war absolut nichts los. Ich habe mir wohl einen echt schlechten Zeitpunkt fuer die Westkueste ausgesucht! Die Hitze demutiviert einen nach geraumer Zeit... Die Abende waren aber immer sehr abwechslungsreich. Das eine Mal waren wir in einer Karaoke Bar, dann am Muschelstrand den Sunset beobachten und auch war unser Hostelbesitzer mit uns alles in einer Bucht fischen.
Die Sonnenuntergaenge im Westen sind wunderschoen, vorallem wenn Wolken am Himmel sind, die die Farben noch besser zum Vorschein bringen koennen. Auch der Sternenhimmel ist eindrucksvoll und vorallem schoen anzuschauen ist das Southern Cross!

Einen Stop in Monkey Mia, am Dolphin Resort, haben wir an unserem 3. Tourtag gemacht. Dieser Ort ist beruehmt fuer die Besuche von Delfinen, die jeden Tag von selbst zur Fuetterung kommen. Eine tolle Erfahrung Delfine, im knietiefen Wasser, von so nahem zu betrachten, auch wenn es leider nicht erlaubt war, diese zu beruehren.
Anstatt an den "Shell Beach" zu fahren (langer Weg in der Sonne, vom Parkplatz bis zum Wasser) sind wir zur "Nanga Bay" gefahren. Auch hier hatten wir einen wahnsinns weissen Strand mit unendlich vielen kleinen Muscheln. Das war wie im Paradies im tuerkisfarbenden Wasser zu schwimmen und sich nachher, zum Schutz vor der Sonne, unter der Bambushuete umzuziehen.
Spaeter haben wir Coral Bay, ein beliebstes Urlaubsziel, erreicht. Die Hitze (48Grad)war noch immer unertraeglich, so dass wir nicht besonders oft am Strand lagen. Auch wenn dieser wirklich schoen ist! Den einen Tag haben wir uns eine Schnorchelausruestung ausgeliehen, sind etwas am Strand hochgelaufen und haben uns von der Stroemung wieder herunter tragen lassen. Im Ningaloo Reef sind die Korallen direkt am Strand (im Great Barrier Reef muss man ersteinmal weit mit dem Boot heraus fahren, um diese zu sehen). Die Korallen hatten allerdings einen leichten Algenueberzug, auch war die Sicht etwas durch die Polypen im Wasser beeintraechtigt. Ein Zeichen dafuer, dass bald die Whale Sharks kommen, da diese sich von den Polypen ernaehren.

Der 4. Tourtag endete in Exmouth (mittlerweile 1259 km weit weg von Perth).
Am fruehen Morgen waren wir aber noch im Cape Range National Park, in der Turquoise Bay, vom Ningaloo Reef, schnorcheln. Die Bucht war wieder einmal sehr schoen . Nur die Stroemung dort durfte man nicht unterschaetzen. Da musste man echt aufpassen wieder rechtzeitig aus dem Wasser zu kommen. Auch hier habe ich wieder 4 Schildkroeten durchs Wasser schweben sehen (mittlerweile habe ich echt viele gesehen). Auch einen Hai habe ich gesehen, leider nicht einen Reef Hai, wie ich es gehofft hatte. Es war ein echt platter Hai, hatte mich ein wenig an einen Rochen erinnert.
Am Abend waren alle Easyrider in der Exmouth Taverne essen, da sich unsere Gruppe dort teilte. Einige sind mit dem Express Bus zurueck nach Perth gefahren, andere (und ich*g*) sind weiter in den Norden, Richtung Broome. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen meinen PADI in Exmouth zu machen, da das Reef dort wirklich toll sein soll. Da ich nun aber noch nach Thailand gehe, werde ich meinen Tauchschein dort auf Ko Tao machen.

Den ganzen Tag im Bus sassen wir am 5. Tourtag. Es hiess nur: Strecke zurueckzulegen, wieder etwas mehr als 300km durch das Outback zu fahren. Unseren Lunch hatten wir am "Ashburton River" mitten in der Pampa. Die naechste Telefonzelle war 95km entfernt und Handyempfang... das kennt man da nicht! Am fruehen Abend sind wir in dem weit abgelegenen Mienenort Tom Price angekommen, dem Gateway zum Karijini National Park (Pilbara Region). Noch stand in den Sternen, ob dieser am naechsten Tag geoeffnet ist, da sich durch die vielen Zyklone viel Wasser angestaut hat und Wanderwege schnell ueberspuelt werden koennen. Am Morgen sah es aber nach richtig gutem Wetter aus, perfekt zum wandern, etwas kuehler als sonst. Wir sind durch den Dales Gorge (Schlucht) gewandert, haben Seen und Wasserfaelle passiert. In der Schlucht hatte sich wirklich ein kleines Baechlein/ Fluss gebildet, so dass es sich nicht vermeiden liess, den Gorge mit trockenen Fuessen zu verlassen. Am Ende unserer Wanderung konnten wir noch im Fern Pool, einem echt schoenen See in der Schlucht mit Wasserfall, schwimmen. Das all sowas mitten im Outback ist, ist schwer zu glauben, wenn man es nicht mit eigenen Augen sieht!
Die Nacht haben wir in South Hedland verbracht, einer Eisenerz Mienen Stadt bei Port Hedland. Wenn man in einer solchen Miene arbeitet, kann man gute 25.000 Dollar im Monat verdienen! Ueber 4 Wochen muss man zwar 12 Std. arbeiten, dann hat man aber seine 2 Wochen frei. Auch arbeiten dort viele Frauen, die die grossen Mienenfahrzeuge fahren (hilfe, die Raeder sind groesser als ich). Aber es lohnt sich!

Am 7. Tourtag (2545km ueber Perth), dem letzten Tag meiner Easyrider Tour, mussten wir noch die restlichen 632km zurueck legen. Diese Entfernungen sind echt krass, ich bin froh, dass ich dort nicht fahren musste. Wir haben an 2 Roadhaeusern gestoppt, mehr war auf der ganzen Strecke nicht! Nach einer kleinen Ortsrundfahrt in Broome, haben wir uns den Town Beach angeschaut (20min. Walk vom Hostel). Anschliessend waren wir noch am riesigen Cable Beach (einer der Top 10 Straende). Man hat echt gemerkt, dass man sich in den Tropen befindet! Die hohe Luftfeuchtigkeit war unertraeglich. Man brauchte nichts zu machen, es lief von ganz alleine den Ruecken runter... die Beine und Arme waren feucht. Ihh!!!
Es ist wirklich schade, dass ich in der Nebensaison in Broome war. In 6 Wochen (angenehmeres Wetter etc.) soll die Anzahl der Leute von ca. 20.000 auf 65.000 steigen... Touristen! Kaum zu glauben, aber dann ist in Broome bestimmt mehr los! In Broome haben wir uns noch den Mango Sunset (wunderschoene rot/orange Toene...) und den Straircase to the Moon (der aufsteigende Mond spiegelt sich auf dem Meeressand (bei Ebbe) und es sieht nach einer Treppe aus) angeschaut.

Gestern Abend bin ich dann von Broome ueber Perth nach Sydney geflogen.
Mir bleiben nur noch wenige Tage in Australien, bevor ich nach Thailand fliege... Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist! ...

Gruss, Romina

1 Kommentar 19.3.06 10:36, kommentieren