Mein Auslandssemester in Kanada

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Tasmanien - 7 Tage mit dem Auto unterwegs

Letzte Woche Donnerstag ging es los... 7 Tage erwarteten uns, in denen wir Tasmanien erkunden wollten. Nachdem wir all unsere Rucksaecke verstaut hatten, ausreichend Essensvorraete fuer die kommende Zeit eingekauft haben und auch mit dem Nationalparkausweis ausgestattet waren, ging es los. Wir hatten ein voll gelbes Auto, ein Hyundai... Aber es war mal echt ein angenehmes fahren, viel besser als im Bus!

Unser erstes Ziel war die Ostkueste. Nach einer langen Fahrt durch die sehr einsame und kahle Landschaft (hier und da ein Baum, Felder....) haben wir den Parkplatz erreicht, von wo wir aus nach Wineglass Bay wandern wollten. Nach einer fast einstuendigen Wanderung haben wir den Lookout erreicht und konnten uns die Bucht, in Form eines Weinglasses, anschauen. Weisser, heller Sand und dazu das kristallfarbende Meer. Wunderschoen! Dazu die weite Landschaft, die vielen Waelder. Am spaeten Nachmittag sind wir wieder etwas in den Sueden gefahren, Richtung Port Arthur, wo wir in einem Bunkhouse, auf einem Campingplatz uebernachtet haben. (3 Stockbetten uebereinander, kalte Duschen )

Am naechsten Morgen ging es dann in die ehemalige Strafanstalt. Von 1830 bis 1877 wurden dort Gefangene gehalten, Industrie wurde auch aufgebaut... Am Ende entstand eine kleine Stadt, Carnarvon. Touristen kamen, die Ansiedlung liess nach, manche Haeuser wurden zu Museen, Hotels... Ein Brand und Schiessereien hinterliessen Ruinen... Nun kann man das ganze Gebiet erkunden, die uebergebliebenden Mauern angucken, renovierte Haeuser mit alten Moebeln anschauen... und eine Rundfaht mit der Faehre machen und Dead Island (begrabene Gefangene) aus der Naehe betrachten.

Am Nachmittag ging es wieder nach Hobart, um dort am Samstag morgen auf den Salamanca Markt gehen zu koennen. Dieser ist nur einmal in der Woche und auf jedenfall Wert sich anzugucken. Ueber Klamotten, Lebensmittel, Schmuck, Andenken kann man sich alles angucken, kaufen. Es ist ein sehr schoen angelegter Markt, mit einer angenehmen Atmosphaere.

Bevor wir weiter Richtung Westkueste gefahren sind, haben Katha u. ich uns doch noch unser langersehntes Kuerbiskernbrot gekauft. Die Nacht haben wir in Queenstown auf einem Tourist&Cabin Park in einer Art Wohnwagen verbracht. Dies ist eine alte Minenstadt Mitten im Nichts. Ausser einer leeren Innenstadt gibt es dort echt nichts, nur Berge um einen herum... Wie man dort leben kann, ist fuer mich unfassbar!

Nach dem Fruehstueck am Sonntagmorgen haben wir noch dem alten, nur fuer Touristen angelegten, Minenzug bei der Abfahrt zugeschaut. Im Nieselregen ging es dann weiter an der Kueste entlang. Die Orte waren alle sehr winzig und es lohnte sich einfach nicht das Auto zu verlassen. Trotz Regen wollten wir zu dem groessten Wasserfall auf Tasmanien wandern, ein Bike Race auf einer Nebenstrecke hat dieses aber nicht zugelassen.

Also sind wir in den Norden, nach Burnie, gefahren, einem schon etwas groesserem Ort. Von unserem Caravanpark sind wir am "Strand" 6km entlanggelaufen, um die Stadt zu gelangen. Hier haben wir gehofft, von einer Beobachtungsstation aus die kleinen Pinguine sehen zu koennen... leider war es noch zu hell, so dass diese noch nicht wieder an Land kamen.

An unserem 5. Tag sind wir nach Devenport gefahren, dem groessten Ort im Norden. Hier haben wir die Touring Route gestartet, die zu verschiedenen "Tastings" fuehrt. Zuerst haben wir Schokolade, dann Kaese probiert, Himbeeren auf der Himbeerfarm getestet und die Runde mit Kirschen abgeschlossen. Hm, so lecker. Aber zuviel des Guten, es hat dann echt gerreicht! So viel gutes Essen bin ich gar nicht mehr gewohnt.

Auch eine richtige Wanderung wollten wir uns nicht entgehen lassen. Am Cradle Mountain, ein beruehmter Nationalpark, haben wir Lake Dove umrundet und den steilen Aufstieg zum Lake Walkie gemeistert (der Blick war gigantisch). Hier haben wir auch einige Wasserfaelle sehen koennen. Andere haben hier den Overland Track gestartet, eine Wanderung in den Bergen ueber 5/6 Tage, mit nicht vorhersehbaren Wetterverhaeltnissen.

Unser letzter Tag endete mit Erdbeerpfluecken, Tasting von Erdbeerwein u. -essig. Auch haben wir verschiedene Wineyards bei Launceston angefahren, ganz viel leckeren Wein getrunken. Besonders hat mir der weisse Gewuerztraminer gefallen (was immer das ist?!).

Gestern sind Katha u. ich dann doch schon wieder zurueck nach Melbourne. Es hat sich leider herausgestellt, dass wir bei Bob & Cilla, den Bekannten von Sue, nicht im Pub/ Hotel arbeiten koennen und nur ein Besuch zu teuer gewesen waere... Nachdem wir dann gestern den Tag auf einer Bank auf dem Campingplatz bei Sonnenschein verbracht haben, unsere Waesche gewaschen haben (das kostet meist 3(2) Dollar. dann braucht man noch eigenes Pulver und bei nur kaltem Wasser wird die Waesche einfach nicht sauber!), ging es um 20.00 mit der Faehre von Devonport zurueck nach Melbourne.
Die Faehrueberfahrt dauerte ca. 11 Std., war aber ein sehr entspanntes u. bequemes Reisen! Dazu konnte ich endlich "Charlie and the Chocolate Factory" anschauen .

Naja und jetzt sind wir wieder im guten, alten Melbourne... schauen, was kommt...

Liebste Gruesse

1 Kommentar 3.2.06 03:17, kommentieren